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Lehman Höhlen im Great Basin Nationalpark (Nevada/USA)

Lehman Höhlen im Great Basin Nationalpark (Nevada/USA)

Im Februar 2020 erhielt das Team um den Höhlenforscher Blase LaSala den Auftrag, die Lehman Höhlen im Osten Nevadas/USA zu digitalisieren und virtuell zugänglich zu machen. Wie in vielen Museen weltweit, musste auch hier der Besucherzugang aufgrund der Covid-19 Pandemie eingestellt werden.

Die Lehman Höhlen, benannt nach ihrem Entdecker Absalom Lehman, liegen im Osten von Nevada/USA, zwischen Las Vegas und Salt Lake City, und sind seit 1922 als Naturdenkmal und seit 1986 als Teil des Nationalparks "Great Basin" geschützt. Die unterirdische Tropfsteinhöhle erstreckt sich über eine Länge von ca. 3 Kilometern, und liegt in einer Tiefe von 25 bis 60 Metern. Besonders interessant an dieser Höhle ist die sehr vielfältige Fauna, welche seltene Insekten und Spinnen bis hin zu Fledermäusen und andere Säugetiere umfasst.

Um auch während der Covid-19 bedingten Schließung für Besucher weiterhin "besuchbar" zu bleiben, entschied man sich frühzeitig für eine vollständige 3D-Digitalisierung der Höhle, und ihrer Veröffentlichung im Internet. Im Februar 2020 nahmen Blase LaSala und sein Team die Arbeiten auf, und verwendeten einen LiDAR-Scanner des Herstellers Faro für die 3D-Erfassung, sowie das automatische Panoramasystem piXplorer 5oo für die Erstellung der hochwertigen Texturen.

Blase LaSala und Eric Weaver bereiten den LiDAR-Scan vor
Blase LaSala und Eric Weaver bereiten den LiDAR-Scan vor (Bild: NPS/G. Baker)
Dabei wird zunächst der Laserscan durchgeführt,
Dabei wird zunächst der Laserscan durchgeführt, (Bild: B. LaSala)
und anschließend der Laserscanner auf dem Stativ durch das Panoramasystem ersetzt:
und anschließend der Laserscanner auf dem Stativ durch das Panoramasystem ersetzt. (Bild: B. LaSala)

Um Textur und Laserscan bei diesem Verfahren deckungsgleich miteinander kombinieren zu können, ist es notwendig mithilfe eines speziellen Adapters den Höhenunterschied der Kippachse beider Systeme auf dem Stativ zu kompensieren. Was zunächst umständlich klingt ist in der Praxis einfach zu realisieren, da der Hersteller CLAUSS entsprechende Adapter anbietet.

Insgesamt wurden auf diese Weise über 250 Standpunkte innerhalb von 2 Wochen aufgenommen. Um aus den einzelnen Standpunkten ein Gesamtmodell zu erzeugen, müssen diese miteinander verknüpft werden:

Verknüpfung der Szenen im Unreal Engine (Epic Games)
Verknüpfung der Szenen im Unreal Engine/Epic Games (Bild: B. LaSala)

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: